Wohnen in Nürnberg

In den vergangenen Monaten wurden auch in Nürnberg zunehmend sozialistisch angehauchte Ideen zur Wohnungspolitik formuliert. Nicht mit uns! Wir stellen unsere Gedanken diesen Tendenzen entgegen.

Bauland bereitstellen

Alle Grundstücke und Liegenschaften in der öffentlichen Hand, die nicht für andere Zwecke benötigt werden, müssen schnellstmöglich bereitgestellt werden. Nicht mehr benötigte Gewerbebrachen müssen in den Fokus der Stadtentwicklung rücken. Neue Grünflächen, Ausgleichsflächen und Erholungsflächen können durch Einhausung von Verkehrswegen entstehen. Bolz- und Spielplätze sind nach Absprache mit den Vereinen oder anderen Organisationen zu ergänzen.

Flächen nutzen

Der Flächenverbrauch muss minimiert werden. Die Nachverdichtung ist eine der wichtigsten Aufgaben dafür. Baulücken- und Potentialflächenkataster, auf deren Grundlage konkrete Pläne für eine solche Quartiers- und Stadtentwicklung entwickelt werden können, müssen erstellt werden. Viel „Bauland“ schlummert auch auf den Dachböden und Flachdächern von Nürnberg. Diese müssen genutzt werden.

Schneller genehmigen

Genehmigungsverfahren müssen schneller werden. Hierfür muss es eine 6-wöchige Frist für Baugenehmigungen geben. Wird eine Baugenehmigung nicht innerhalb dieser Frist erteilt, dann darf gebaut werden. Zusätzlich muss es eine Frist für den Einspruch von Verbänden geben.

Schneller bauen

Auch der tatsächliche Bau muss schneller gehen. Deshalb sollten die Bauordnungen der Bundesländer harmonisiert werden, denn durch eine einheitliche Regelung wäre es den Bauunternehmern möglich ihre Gebäude und Module in größerem Umfang und damit günstiger zu produzieren.

Neue Technologie und Digitalisierung etablieren

Das sog. Building Information Modeling ist eine Methode, die den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks von der Planung über die Bauphase bis zur Bewirtschaftung virtuell abbildet. Dies muss auch in Nürnberg Standard werden. Darüber hinaus muss eine intelligente Straßenbeleuchtung installiert werden, die die Sicherheit weiterhin gewährleistet, welche jedoch die Umweltverschmutzung durch Licht und durch den unnötigen Energieverbrauch verringern würde.

Günstiger Bauen

Das Dickicht von 20.000 Bauvorschriften, Normen und anderen Regularien verteuert und verlangsamt den Hochbau unnötig. Deswegen muss ein Baukosten-TÜV neue Regelungen einer Folgeabschätzung unterzogen werden, die den Nutzen der Regelung ins Verhältnis zu den Kosten setzt. Die Vorschläge der Baukostensenkungskommission müssen umgesetzt werden.

Mietregulierung abschaffen

Mangel lässt sich nicht verwalten – Mangel muss man beseitigen! Deswegen müssen die wirkungslosen und auch kontraproduktiven Regulierungen wieder abgeschafft werden. Hierzu gehören neben der Mietpreisbremse auch andere zahlreiche Regelungen im Rahmen von Erhaltungsverordnungen oder das immer komplexere Mietrecht. Um den Wohnungsraummangel zu beheben, brauchen wir mehr Kooperation statt Konfrontation. Außerdem ist das Baukindergeld als ineffiziente Subvention abzuschaffen.

Investitionen fördern

Die Kosten der Gebäudetechnik werden immer höher, die Lebenszyklen verkürzen sich. Deshalb müssen wir die Abschreibung für die Wohnungsbauinvestition deutlich verbessern. Statt mit einmaligen Maßnahmen ein kurzes, aber wirkungsloses Strohfeuer abzubrennen, benötigen wir eine Erhöhung der linearen Abschreibung auf drei Prozent. Das schafft mehr Planungssicherheit bei Bauherren und Bauunternehmen, die dadurch auch ihre Kapazitäten erhöhen können.

Eigentümernation werden

Junge Familien mit mittlerem und geringem Einkommen haben kaum Wohnungseigentum. Ein Grund hierfür sind die Erwerbsnebenkosten. Deshalb fordert die FDP einen Freibetrag bei Grunderwerbsteuer für selbstgenutztes Immobilieneigentum. Dies kann ein Startschuss für eine Eigentümernation sein.

Zweckentfremdungssatzung abschaffen

Auch die bereits verabschiedete Zweckentfremdungssatzung ist abzuschaffen, welche Privateigentum planwirtschaftlichen Machenschaften der Stadt unterzieht.

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