Sperrzeit für Gaststätten

Freidemokraten und Freie Wähler für die Beibehaltung der jetzigen Regelung  Die Forderung der Oberbürgermeister der Städteachse, die bis 2004 geltende Sperrzeitregelung (generell 1:00 Uhr, Kürzungen im Einzelfall) wieder in Kraft zu setzen, lehnen die Stadträte mit dem Hinweis ab, dass Nürnberg ein attraktives Nachtleben hat und behalten soll.

FDP-Stadträtin Alberternst: „Nürnberg zieht viele junge Menschen an, die zur Ausbildung und zum Studium nach Nürnberg kommen. Zur Lebenskultur junger Menschen gehört das Nachtschwärmen dazu. Wir wollen, dass Nürnbergs Nachtleben attraktiv bleibt. OB Maly hat zu Recht in einem Interview mit der Zeit geklagt, dass Nürnberg kein großes studentisches Biotop hat. Wenn um 1:00 die Bürgersteige hochgeklappt werden, ist es damit ganz aus. Die JuSos sind übrigens auch gegen die Ausweitung, aber von der Mutterpartei überstimmt worden.“

FW Stadtrat Beck: „Nürnberg sollte als Großstadt hier liberal sein. Der Tourismusverband weist darauf hin, dass auch Gäste der Stadt das Nachtleben Nürnbergs zu schätzen wissen.“

FDP-Stadtrat und Rechtsanwalt Utz Ulrich: „Die Ausweitung der Sperrzeit verstößt gegen das Selbstbestimmungsrecht der Menschen. Wenn eine Minderheit der Nachtschwärmer sich nicht benehmen kann, darf nicht die Mehrheit dafür bestraft werden. Ordnungswidrigkeiten wie Lärmbelästigung müssen sowieso geahndet werden. Auch die Abgabe von Alkohol an Jugendliche gehört dazu, im Zweifel haben wir hier also kein Gesetzesdefizit, sondern ein Vollzugsdefizit.“


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