Parteitagsgespräche: Daniel Föst: „Die Heizungen in Deutschland werden nicht kalt bleiben“

Am Rande unseres Parteitages in Hirschaid haben wir Gespräche zum Hintergrund der Tagespolitik geführt.

Alan Canepa: Daniel, du bist immer noch Baupolitischer Sprecher, jetzt aber in der Regierungskoalition. Wie hat sich deine Arbeit verändert, was sind die Themen, die du aktuell angehst?

Daniel Föst: Was uns natürlich sehr umtreibt sind die Wohnkosten – das ist eine soziale Frage, dass die Menschen sich das Mieten und Wohnen leisten können. Natürlich die CO2-Freiheit im Gebäudebestand, die CO2-Freiheit beim Bauen und Wohnen und als Drittes die große Frage, wie kriegen wir endlich mehr Menschen ins Eigentum. Nachdem die letzten 16 Jahre diese drei Fragen nicht wirklich angegangen wurden, sind sie nach wie vor die drängendsten – aber jetzt in Regierungsverantwortung, können wir endlich was machen.

Alan Canepa: Was können wir machen?

Daniel Föst: Wir haben heute z.B. die Einigung erzielt zur Aufteilung des CO2-Preises zwischen Mieter und Vermieter, zwischen Nutzer und Eigentümer, diese Aufteilung ist ein Stufenmodell, das klare Anreize setzt, in den Bestand zu investieren, aber auch, sich CO2-sparend zu verhalten. Wir werden vielleicht dieses Jahr noch, ein neues Förderprogramm für die Menschen auflegen, die es gerade nicht ins Eigentum schaffen. Wir reden dabei von Bürgschaften, und/oder Eigenkapital ersetzte Darlehen, damit sich mehr Menschen den Traum vom Eigenheim erfüllen können.

Alan Canepa: Jetzt machen sich viele Bürger Sorgen wegen den gestiegenen Gaspreisen, vor allem für die Heizkosten. Wie geht die Regierungskoalition vor, um die Bürger zu entlasten?

Daniel Föst: Wir nehmen das sehr ernst, die Preissteigerungen für Energie, für Mobilität, fürs Heizen, sind massiv und wir müssen sofort denjenigen helfen, bei denen es grad kippt, also die sich’s nicht mehr leisten können. Da wurde jetzt der Heizkostenzuschuss beschlossen, für jeden Wohngeldempfänger, für BAFA- und Bafög-Empfänger – das ist mal das Eine – das Zweite: Wir werden die Energie-Steuer senken, wir werden die EEG-Umlage senken oder die Einspeisevergütung senken, was alle entlastet. Die Ampel-Regierung hat zwei große Entlastungspakete auf den Weg gebracht, die jetzt natürlich in unterschiedlicher Geschwindigkeit wirken werden, aber das wird die Menschen deutlich entlasten und das alles wird flankiert durch Maßnahmen, unsere Energieabhängigkeit aufzuheben.

Also die Frage, wie geht’s mit Atomkraft weiter, wo kriegen wir Gas her, wir müssen vielleicht auch wieder Kohle verstärkt einsetzen – die Entlastung auf der einen Seite und die andere Seite, die Unabhängigkeit von Russland, von den Energielieferungen durch diesen Diktator, ergänzt das alles. Aber ich glaube wir sind auf einem guten Weg.

Alan Canepa: Müssen sich die Deutschen Bürger Sorgen machen, dass im nächsten Winter die Heizung kalt bleibt?

Daniel Föst: Nein, müssen sie sich nicht. Die Heizungen in Deutschland werden nicht kalt bleiben.

 


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