Kultur, Knoblauch & Kommunales

Wer glaubt, die Liberalen hätten keinen guten Draht zu Petrus, der täuscht sich gewaltig. Am Samstag regnete es in Strömen, am Montag regnete es in Strömen. Und am Sonntag? Herrliches Wanderwetter! Während zu Beginn noch schwarze Wolken am Horizont drohten, wurde das Wetter immer besser und die Sonne strahlte in vollem Glanz, als wir…, aber fangen wir von vorne an!

Ausgangspunkt der herbstlichen Wanderung war das kulturelle Kleinod Schloss Neunhof bei Kraftshof im Nürnberger Norden, mitten im Knoblauchsland. Das Schloss, Dependance des Germanischen Nationalmuseums, ist einer der besterhaltenen Herrensitze der Region. Im Garten hat uns Wolfram Unger einen interessanten Abriss über die Geschichte gegeben (zu besichtigen ist das Schloss jeweils ab Ostersamstag bis zum letzten Septemberwochenende Sa, So. und Feiertag jeweils von 10 bis 17 Uhr).

Kaum hatten wir  den Schlossgarten hinter uns gelassen,  standen wir quasi mitten im „Knoblauch“sland. Da war natürlich Dr. Stefan Schweiger in seinem Element, der uns ausführlich über den Anbau in unserem „Nürnberger Gemüsegarten“  informierte. Die Wehrkirche St. Georg in Kraftshof  immer fest im Blick, streiften wir durch die Fluren mit dem Ziel Sebalder Reichswald, um und vor Ort einen persönlichen Eindruck von der geplanten Trasse der Nordspange zur Anbindung des Flughafens machen zu können. Dieses Thema wird noch auf Jahre hinaus in der  Nürnberger Kommunalpolitik intensiv und kontrovers diskutiert werden.

 Wolfram Unger war –wie immer- bestens vorbereitet und hat – unterstützt von Walter Herrmann – Kartenmaterial zur Verfügung gestellt. Aufgefallen ist, dass die geplante Trassenführung nicht in allen Punkten übereinstimmt mit den Markierungen, die von den Gegnern der Nordspange angebracht wurden. Man kann u.U. den Eindruck gewinnen, die Markierungen sind zum Teil ausgerichtet auf einen möglichst hohen Aufmerksamkeitsgrad.

Nach circa zwei Stunden erreichten wir dann die Sportgaststätte ASV Buchenbühl, um die leiblichen Bedürfnisse nicht zu vernachlässigen. Bei interessanten politischen und nicht-politischen  Gesprächen verging die Zeit wie im Flug und es musste schon wieder zum Aufbruch gedrängt werden.

Auf einem wild-romantischen Pfad, immer dem Kothbrunngraben entlang ging es wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt. Es war fast schon etwas kitschig, wie bei einer Inszenierung: In dem Moment, als wir den Reichswald wieder verließen strahlte die Sonne in vollem Glanze und begleitete uns bis zum Neunhofer Schlossplatz, dem Ziel der Wanderung.

Alle waren sich einig: Die Mischung aus Kultur, Knoblauch & Kommunalem war hochinteressant und lehrreich. Und das alles in Gemeinschaft mit netten Menschen!
Unser herzlicher  Dank gilt unserem ehemaligen Stadtrat Wolfram Unger, der es immer wieder glänzend versteht,  sowohl interessante geschichtliche Fakten als auch aktuelle kommunalpolitische Themen „rüberzubringen“ und uns sicher ans Ziel zu bringen.

Alexander Liebel


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