Komasaufen wird nicht durch längere Sperrzeiten verhindert

Nürnberg – In der aktuellen Diskussion um die Sperrzeit beziehen die Liberalen und ihre Jugendorganisation, die Jungen Liberalen, klar und gemeinsam Position für die Beibehaltung der momentanen Regelung. „Dem sogenannten Komasaufen kann man nicht erfolgreich mit mehr Verboten begegnen, wichtiger wäre hier zum Beispiel der Ausbau der Präventionsarbeit.“, argumentiert die FDP-Kreisvorsitzende Dr. Christiane Alberternst.

„Wir JuLis wollen nicht, dass Nürnberg wieder im Mittelalter versinkt. Es ist kein Wunder, dass in Berlin, Hamburg und Köln weitaus mehr Großstadtflair herrscht als hier bei uns in Bayern in München und Nürnberg.“, moniert Matthias Kinastowski, Kreisvorsitzender der Jungliberalen. Damit grenzen sich die Nürnberger Liberalen klar von der Haltung des Bayerischen Innenministers ab. „Es ist auch ein billiger Versuch, den Zusammenhang von Ladenschluss und Sperrzeiten – zwei für die CSU unliebsame Themen – mit einer Klappe schlagen zu wollen. Bei der Befragung im Rahmen des ‚Qualitätsmonitors‘ schneidet Nürnbergs Nachtleben zurzeit nicht schlecht ab. Das sollten wir eher noch attraktiver gestalten, statt -wie in einer Provinzstadt- die Bürgersteige hochzuklappen.“, betont Stadträtin Alberternst. „Wir Jungliberale wollen einen bayerischen „Frei“-Staat. Die Verlängerung der Sperrstunde bedeutet nichts anderes, als die Freiheit der Bürger aufs Neue einzuschränken. Es ist auch nicht angebracht, die Gastronomiebranche als Alleinschuldige für das Komasaufen zu brandmarken.“, beklagt sich Kinastowski. „Der Städtetag und der Innenminister verfallen bei diesem Thema in reinen Aktionismus, doch Forderungen, die allein auf Klischees beruhen, können weder durchdacht noch zielführend dem Problem des Komasaufens begegnen.“, erklärt Alberternst abschließend. Die Pressemitteilung zum Download finden Sie hier.


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