Frühjahrswanderung der Nürnberger FDP

Das können alle wagemutigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen Frühjahrwanderung voll und ganz bestätigen. Die Wetterprognose für den 5. Juni war die ganze Woche über wenig ermutigend. „Nachmittags und abends bilden sich teils schwere Gewitter…“, der erwartungsvolle Blick in die Sonntagszeitung beim Frühstück war nicht gerade dazu angetan, große Hoffnungen auf eine unbeschwerte Wanderung im Nürnberger Osten zu wecken. Aber: Es kam – Petrus sei Dank – alles ganz anders!

„Bange machen gilt nicht“, sagten sich achtzehn unerschrockene Liberale und stellten sich der Herausforderung. Gleich zu Beginn der Wanderung, direkt am Norikus, erläuterte uns Wolfram Unger, der sich als gewohnt kompetenter und erfahrener Wanderführer erwies, die Planungen für den Wöhrder See, die in der Nürnberger Kommunalpolitik intensiv diskutiert werden. Bis 2014 sollen dort durch Bildung von kleinen Inseln die Fließgeschwindigkeit des Wassers erhöht werden. Sonst droht die Verlandung des Sees. Der untere Teil des Sees soll wie bisher der Freizeiterholung dienen (u.a. ist an Schwimmbad, Sandufer und Wasserstege für Fußgänger gedacht). Dagegen soll der obere Teil des Sees weiterhin nur ökologischen Zwecken dienen.
Es gibt auch am Wöhrder See schon jetzt interessante Wege, abseits der „Hauptrouten“, wie uns Wolfram Unger zeigte. Dabei hat er uns auf eine interessante Begebenheit aufmerksam gemacht, die von Rom und Köln ins Frankenland „gewandert  ist“: Auf der Fußgängerbrücke entlang der Eisenbahnüberquerung des Wöhrder Sees entdecken wir sogenannte „Liebesschlösser“. Dabei handelt es sich um einen Brauch Jungverliebter, die sich mit der Anbringung von Vorhängeschlössern an Brückengittern ewige Liebe versprechen. Vorbilder sind u.a. die Milvische Brücke in Rom und die Hohenzollernbrücke in Köln.
Entlang der mäandernden Pegnitz durch herrliche Auen ging es weiter Richtung Erlenstegen. Die Schritte wurden schneller, denn hinter uns braute sich bedrohlich eine gewaltige Gewitterfront auf. Aber unser Ziel, die Waldgaststätte TSV 1846 (ältester Turn- und Sportverein Bayerns), war nicht mehr weit. Dort waren wir bereits angekündigt. Kaffee und Kuchen wurden dann aus gegebenem Anlass innen serviert. Bei interessanten Gesprächen hat es dann niemanden gestört, dass es draußen regnete.
Kaum hatte sich die Sonne wieder durchgesetzt, sind wir bei herrlich frischer Luft über das Schießhaus, vorbei am Krankenhaus Martha-Maria, via Steinplatte, vorbei an der Grimm-Schule und weiter über verschlungene Uferwege des Wöhrder Sees an unseren Ausgangspunkt Parkplatz Norikus zurückgekehrt.
Unser aller Dank gilt Wolfram Unger, der die Wanderung wieder glänzend vorbereitet hat und durch seine interessanten Erläuterungen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begeistert hat. Im Oktober wird er uns den Nürnberger Norden näher bringen, hat er versprochen. Wir freuen uns schon drauf!
Alexander Liebel


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