FDP: Warmwasserspeicher nicht zerreden

Die liberalen Kreisverbände Nürnberg & Fürth teilen nicht die Ansicht der CSU und des Baukunstbeirates bezüglich eines geplanten Warmwasserspeichers in Sandreuth. Für das Gelingen der Energiewende haben alle ihren Teil beizutragen – Stadt und Land. Lösungen können jederzeit individuell gefunden werden.

Die liberalen Kreisverbände Nürnberg und Fürth kritisieren die Entscheidung des Baukunstbeirates und die jüngste Äußerung der CSU, den geplanten Bau eines Warmwasserspeichers in Sandreuth einfach nur zu zerreden. „Es kann nicht sein, dass wir im ländlichen Raum 180m hohe Windräder aufstellen und die Städte sich bei der Energiewende komplett heraushalten“, kommentiert Kreisrat Johann Tiefel die Entscheidung des Baukunstbeirates.

„Wenn man die Energiewende wirklich will, müssen alle einen Beitrag leisten. Mit der „nicht-vor-meiner-Haustür“-Mentalität wird sie jedenfalls nicht gelingen. Die Energiewende ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung und deshalb ist sie auch nur gemeinsam zu meistern“, argumentiert die Nürnberger Kreisvorsitzende Christiane Dr. Alberternst.

„Die Energiewende kann nicht nur auf dem Land stattfinden, sondern muss eben auch innerhalb der Städte umgesetzt werden. Schließlich verbrauchen wir in den Städten einen Großteil der Energie“, erklärt die Kreisvorsitzende der FDP Fürth, Agnes Meier.

Aus Sicht der Liberalen ist es zu einfach, notwendige Infrastruktur einfach abzulehnen, weil sie optisch nicht in das Stadt- oder Landschaftsbild passt. Bevor alles zerredet wird und die Energiewende wieder nicht weiter voran geht, sollten alle Beteiligten nach Lösungen suchen, anstatt sich zu echauffieren und immer gleich alles abzulehnen. Dass die Energiewende und der Denkmalschutz sehr wohl in Einklang zu bringen sind, zeigt zum Beispiel die Lösung für die Installation einer Photovoltaikanlage in Nürnberg-Reutles oder die künstlerische Ausgestaltung einer der weltweit modernsten Abfallverbrennungsanlagen in Spittelau bei Wien. Sie ist optisch durch ihre künstlerische Gestaltung im Stil von Hundertwasser ein echter Hingucker. Sie beweist eindrucksvoll, dass Kunst, Denkmalschutz und die Energiewende sehr wohl miteinander vereinbar sind. Jetzt ist Kreativität gefragt!


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