Der Nürnberger Hafen – das logistische Drehkreuz Süddeutschlands

Im Schnittpunkt bedeutender Straßen-, Schienen- und Wasserverkehrswege ist der Nürnberger Hafen mittlerweile zu dem logistischen Drehkreuz Süddeutschlands avanciert. Bei ihrem traditionellen Wirtschaftsempfang widmete sich die FDP in diesem Jahr deshalb dem Hafen Nürnberg. Ein wichtiges Gesprächsthema des Abends war die Debatte um die Einführung der sogenannten Lang-LKW.

 Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Kreisvorsitzenden Alexander Liebel, hieß auch der Geschäftsführer der Hafen Nürnberg Roth GmbH, Harald Leupold, mit einführenden Informationen die Gäste willkommen. „Der Nürnberger Hafen ist Wirtschaftsmotor und Quelle für nachhaltige Wertschöpfung hier in der Region. National und europäisch gehören wir zu den Top Güterverkehrszentren im Binnenland. Unsere Funktion als zentraler Warenumschlagsplatz und die effiziente Verknüpfung von Schiff, Bahn und Lkw steigern die Attraktivität der Metropolregion, locken internationale Investoren an, die sich durch hohe Investitionsintensität auszeichnen und Arbeitsplätze vor Ort schaffen“, umriss Leupold die Bedeutung des Nürnberger Hafens für Nürnberg und die Region.

Auch Staatssekretärin Katja Hessel MdL würdigte den Nürnberger Hafen als den verkehrsinfrastrukturellen Knotenpunkt der Metropolregion. „Der Nürnberger Hafen ist mit seinem Güterverkehrszentrum das bedeutendste logistische Drehkreuz Süddeutschlands. Er ist durch seine kurzen Güterverkehrswege und multimodalen Transportketten bei regionalen, nationalen und internationalen Unternehmen hoch geschätzt,“ ergänzte die Staatssekretärin. Doch für Katja Hessel stand nicht nur der Erfolg des Nürnberger Hafens als Jobmotor und Wirtschaftsfaktor im Fokus. Gerade die Ausführungen Leupolds um die Entstehung des Hafens Nürnberg und die damals zukunftsweisenden Beschlüsse, nutzte sie um auf die Notwendigkeiten des Bauens von Infrastrukturprojekten für den weiteren wirtschaftlichen Erfolg und Wohlstands der Metropolregion in der Zukunft hinzuweisen. Um das momentan Erreichte weiter fortsetzen zu können, gelte es darüber hinaus auch, sich mit neuen zukunftsweisenden Transportkonzepten auseinanderzusetzen, wie etwa die Zulassung von Lang-LKW. „Lang-LKW sind ökologischer, wirtschaftlicher und eine gute Antwort auf den zukünftig weiter zunehmenden Güterverkehr“, konstatierte die Staatssekretärin, bevor sie die Entscheidung der Stadt Nürnberg am Praxistest der Lang-LKW nicht teilzunehmen kritisierte. „Ich halte nichts von heraufbeschworenen Schreckgespenstern. Durch die Weigerung der Stadt Nürnberg Lang-LKWs auf einem Straßenstück von ca. 500m zuzulassen, können die Spediteure im Hafen keine ökologisch sinnvollen Lang-LKWs einsetzen“, monierte Hessel. Für sie gelte weiterhin, so die Staatssekretärin abschließend, Nürnberg als bedeutenden Logistikstandort mit seinem Hafen weiter zu stärken, damit der Hafen auch die nächsten 40 Jahre erfolgreich ist. Der Hafen feiert nämlich seinen 40. Geburtstag am 30.September 2012 mit einem rauschenden Hafenfest für die Bevölkerung, zu dem die Aufsichtsratsvorsitzende alle Anwesenden einlud.
Der Abend klang dann traditionell mit guten Gesprächen in kleinen Runden aus.


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