Bettler in Nürnberg – Statement des AK Armut im Straßenkreuzer

Das Sozialmagazin Straßenkreuzer titelte mit dem Thema „Wie mit Bettlern umgehen?“ und rief die Nürnberger auf, ihre Meinung zu teilen. Unser AK Armut gab hierzu gerne ein Statement ab, welches in der aktuellen Ausbildung zu finden war:

Die Frage nach Bettlern nur mit der Reaktion auf einzelne zu beantworten ist mir zu oberflächlich. Armut ist eine Konsequenz von politischem Versagen. Gerade für diese Menschen müssen wir einen Aufstieg ermöglichen. International gibt es genügend politische Konzepte, die echte Wirkung darin gezeigt haben, Armut nicht nur zu verwalten, sondern sie zu beenden. Ich habe das Privileg, in Nürnberg viele engagierte Ehrenamtliche und Sozialarbeiter getroffen zu haben, welche Menschen jeden Tag helfen; die Politik sollte diese ermächtigen, damit ihre Hilfe auch nachhaltig wirksam ist.

Wir müssen uns trauen, mutige und bewährte Maßnahmen wie Housing First, Diamorphinpraxen und den Abbau von bürokratischen Hürden im Sozialsystem umzusetzen.

Ich denke also der beste Umgang mit Bettlern ist, ihnen mit einem Euro auszuhelfen und anschließend eine Gesellschaft zu schaffen, in der dies nicht mehr nötig ist.

Alan Canepa, Leiter AK Armut der FDP Nürnberg

Erschienen in der Ausgabe April 2021


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