Alle an einen Tisch für ein Traumakompetenzzentrum

Im Anschluss an einen Besuch der Gemeinschaftsunterkunft für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge der AWO Nürnberg lud der Bundestagskandidat Dr. Dieter Katterle am 12. April gemeinsam mit Dr. Christiane Alberternst zum Runden Tisch ein. Dabei sollte sowohl das Projekt „Ein Traumakompetenzzentrum für Nürnberg“ vorgestellt, als auch Fragen, Wünsche und Anregungen von Kompetenzträgern aufgenommen werden.

 Es gibt in der Metropolregion mehrere Probleme: Einerseits gibt es zu wenige Fachkräfte, die mit traumatisierten Menschen umgehen können. Andererseits sind die Einrichtungen, die sich jetzt schon mit traumatisierten Menschen beschäftigen könnten völlig überlastet. Wie könnte man diesem Zustand Abhilfe leisten? Ein Traumakompetenzzentrum ist, nach Meinung des Bundestagskandidaten Dr. Dieter Katterle die Lösung. Es soll Schulungs- und Therapiezentrum gleichermaßen sein.

Die Idee für das Traumakompetenzzentrums kam Katterle Anfang 2012 als ihn jeweils zwei Brandbriefe von verschiedenen psychologischen Behandlungeinrichtungen erreichten. „Das, was ich mir während meiner langjährigen Arbeit als Kinder- und Jugendpsychologe schon häufig dachte, bestätigte sich in diesen Briefen. Die Zustände, die mir geschildert wurden, waren Menschen unwürdig.“ Er präsentierte der Stadträtin Dr. Christiane Alberternst seine Idee und stieß auf offene Ohren. In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt wurde noch 2012 ein Antrag erarbeitet, der im Stadtrat eingebracht wurde. Im Juni soll der Antrag im Gesundheitsausschuss besprochen werden.
Die Gäste des runden Tisches lobten diesen Einsatz für das Thema. Gleichzeitig berichteten sie aus ihrem Alltag mit traumatisierten Menschen, vorwiegend unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Dabei prangerten sie besonders die Bürokratie in den Ämtern und die Willkür der Richter an. „Wir haben hier die Probleme eines kleinen Betroffenenkreises gehört. Das Traumakompetenzzentrum soll für alle traumatisierten Menschen offen stehen, die besondere Hilfe benötigen“, stellt Katterle abschließend fest.

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