FDP benennt Andreas Neuner und Alexander Liebel zu Direktkandidaten

Am 14.11. trafen sich die Wahlberechtigten für den Stimmkreis Nürnberg-Ost. Vier Bewerber mit unterschiedlichen politischen Schwerpunkten stellten sich nacheinander vor. Danach entwickelte sich in dem überfüllten Raum eine angeregte und qualitative Fragerunde. Erst in einer Stichwahl konnte sich der Rückersdorfer Andreas Neuner dann klar durchsetzen.

Für viele ist Andreas Neuner kein Unbekannter: Er kandidierte bereits 2009 für den Bundestag im Wahlkreis Nürnberg-Nord und 2017 für den Wahlkreis Roth-Nürnberger Land. Der 1968 in Nürnberg geborene Neuner ist Immobilienunternehmer und arbeitet nebenberuflich als Stadtführer in Nürnberg.
Zum Stimmkreis Nürnberg-Ost gehören neben den östlichen Stadtteilen von Nürnberg auch die Gemeinden Rückerdorf, Schwaig und Feucht. In seiner Vorstellungsrede begründete Neuner sein Interesse an Nürnberg-Ost damit, dass genau hier schon immer sein Lebensmittelpunkt war: Er in Rückersdorf aufgewachsen und in Nürnberg zur Schule gegangen sei, genau hier die Freunde und die wichtigsten Geschäftskontakte seien.
Im Landtag möchte sich Andreas Neuner in erster Linie in der Bildungspolitik engagieren: „Viele marode Schulgebäude müssen saniert werden, hier müssen auch Gelder von Land und Bund fließen. Entscheidend für „weltbeste Bildung“ sind mehr Lehrer und kleinere Klassen, egal in welchem Schulmodell auch immer. Wenn ich im Radio Bayern 3 höre, dass ein Bayrischer Gymnasiast im Laufe seines Schullebens ein ganzes Schuljahr durch Stundenausfall verliert, finde ich das unglaublich. Wenn ich aber sehe, wie viele Stunden meiner Tochter in der siebten Klasse im letzten Schuljahr ausgefallen sind, dann scheint das wahr zu sein. Daher mein Ziel: Weniger Modelldiskussionen, dafür aber die Einstellung von mehr Lehrern!“

Danach wurde Alexander Liebel einstimmig als FDP-Kandidat von Nürnberg Ost für den Bezirkstag gewählt. Der 67-jährige Nürnberger ist pensionierter Oberstudiendirektor und hat lange eine berufsbildende Schule in Nürnberg geleitet. Von 1988 – 1994 war Liebel bereits Bezirksrat, davon 4 Jahre Vorsitzender des Schulausschusses des Bezirkstags.
Besondere Zustimmung erntete Liebel bei den Anwesenden mit seiner Aussage: „Für mich ist ein Meister genauso viel wert wie ein Master.“

Zusätzlich wurden als Wahlkreisbewerber für den Landtag Sebastian von Meding aus Schwaig und für den Bezirkstag Günter Musall aus Lauf nominiert. Im gemeinsamen Wahlkampf werden sich Meding vor allem für die Industriepolitik und Musall für Handwerk und Gewerbe einsetzen.


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